Solarglas wird zur Schutzabdeckung von Solarmodulen in der Photovoltaik (zur Stromerzeugung) und Solarthermie (zur Warmwassergewinnung) verwendet. Ein Manko dabei war bisher, dass durch die physikalisch bedingte Lichtreflexion auf den Gläsern Energieverluste entstehen; und zwar durchschnittlich acht Prozent. Centrosolar Glas, Spezialist für die Solarglasveredelung, hat ein Beschichtungsverfahren entwickelt, mit dem die Reflexion auf nur zwei Prozent reduziert werden kann. Dadurch erhöht sich die jährliche Energieausbeute von Photovoltaikmodulen um fünf bis sechs Prozent. Bei solarthermischen Kollektoren sind es sogar acht bis zehn Prozent.
Seit der Markteinführung hat der Glasspezialist über drei Millionen Quadratmeter antireflexbeschichtetes Solarglas produziert, das in Photovoltaikmodule eingebaut wurde. Damit kann zukünftig pro Jahr ein Mehrertrag von 21 GWh an solarer Energie gewonnen und so der Anteil von Solarenergie zur Deckung des Gesamtenergiebedarfs gesteigert werden.Die Antireflexbeschichtung besteht aus einer 150 Nanometer dünnen Schicht aus Silizium-dioxid, die durch Tauchbeschichtung unter Reinraumbedingungen aufgetragen wird. Das dazu verwendete Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit den Fraunhofer Instituten ISC, Würzburg, und ISE, Freiburg, sowie der Merck KGaA entwickelt. Das Beschichtungsverfahren wurde mit dem Härtungsprozess für das Glas kombiniert und lässt sich so in die Produktion des Einscheibensicherheitsglases integrieren. Damit konnte auch der Energieverbrauch für den Gesamtprozess deutlich minimiert werden.
Centrosolar Glas ist mit dem jetzt ausgezeichneten Verfahren zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet geworden und produziert in Fürth bereits 1,5 Mio. Quadratmeter Antireflex-Glas pro Jahr. 2008 werden die Fertigungskapazitäten aufgrund der hohen Nachfrage nochmals ausgeweitet.
Der bayerische Energiepreis wird seit 1999 vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Technologie vergeben. Bewerben können sich Entwickler, Planer, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen aus der Energiebranche. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.Quelle: Centrosolar Pressetext, 12.06.2008
ach übereinstimmenden Angaben von Solarforschung und Solarwirtschaft erlaube der technologische Fortschritt bei der Herstellung von Solarzellen und Solaranlagen eine durchschnittliche Rückführung der Förderung um jährlich sieben Prozent. Eine deutlich schnellere Absenkung der Solarzuschüsse, wie von Teilen der Union gefordert, gefährde hingegen den Ausbau der Solarenergie und Deutschlands Technologieführerschaft auf diesem immer wichtiger werdenden Zukunftsmarkt, warnt der BSW-Solar. In den letzten vier Jahren wurde die Solarförderung jährlich um rund 5 bis 6,5 Prozent reduziert.
Kritik an überhöhten Kosten der Markteinführung weist die Solarwirtschaft entschieden zurück. Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft: „Die Sonne stellt keine Rechnung und die Technologie zur Nutzung von Sonnenenergie wird jedes Jahr billiger. In spätestens sieben Jahren ist Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als Gas- und Kohlestrom aus der Steckdose. Solarenergie weist den Weg aus der Kostenfalle!“
Die auf den Energiepreis aller Verbraucher umgelegte vorübergehende Anschubfinanzierung für die Markteinführung der Solartechnik macht nach Berechnungen des BSW-Solar nicht einmal ein Prozent der in den nächsten Jahren zu erwartenden Kosten jedes Durchschnittshaushaltes für den Bezug fossiler Energie aus. Im letzten Jahr betrug die monatliche Solarumlage nach Angaben des BSW-Solar rund einen Euro je Haushalt und Monat.
Auch der Bund der Energieverbraucher sieht im schnellen Ausbau der Solartechnik eine unverzichtbare Zukunftsinvestition. „Solarenergie ist einer der wichtigsten Verbraucherschützer der Zukunft. Jeder Energieverbraucher spürt, dass Benzin, Strom und Heizkosten unaufhaltbar teurer werden. Um den gravierenden Folgen der Ölverknappung zu entkommen, gibt es nur einen einzigen Ausweg: den schnellstmöglichen Ausbau erneuerbarer Energien“, so Aribert Peters, Vorsitzender des Bunds der Energieverbraucher. Für rund eine Million Verbraucher seien die Kostensteigerungen bereits letztes Jahr nicht mehr bezahlbar gewesen und hätten zu einer Sperrung von Gas oder Strom geführt.
Bereits heute kann jeder Verbraucher umweltfreundlichen Strom selbst erzeugen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Beinahe eine halbe Million deutscher Haushalte machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Auch ohne eigenes Dach oder Aufnahme von Krediten steht die Geldanlage in Photovoltaikanlagen für jedermann offen. So begännen gängige Beteiligungskonzepte in sogenannten „Bürgersolaranlagen“ nach Verbandsangaben bereits bei 500 Euro. Viele Kommunen in ganz Deutschland fördern Bürgersolaranlagen und erhöhen damit ihren Anteil an sauberer Energie. Eine zu scharfe Absenkung der Solarvergütung, wie sie Teile der CDU fordern, würde diese positive Entwicklung in den Ländern und Kommunen konterkarieren.
Die Solarbranche geht von einem Solar-Anteil von rund einem Viertel im deutschen Strommix bis 2050 aus. Energieexperten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung halten es für möglich, dass Solarenergie weltweit noch in diesem Jahrhundert die wichtigste Energiequelle werden wird.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. vom 22. Mai 2008Nach konstruktiven Gesprächen zwischen dem Vorstand der Solarpraxis AG und dem Präsidium der DGS wurde eine für beide Seiten tragbare Lösung erreicht:
Die Zeitschrift SONNENENERGIE wird zukünftig von der DGS produziert und verbreitet, die Solarpraxis AG beendet nach sieben Jahren Herausgeberschaft ihr Engagement für den Titel. „Damit können wir die SONNENENERGIE zukünftig nach unseren Vorstellungen als unabhängiges Informationsmedium der DGS für die Branche ausrichten“, so DGS-Präsident Dr. Jan-Kai Dobelmann.In der Verlagssparte der Solarpraxis AG werden wie bisher die Zeitschriftentitel „Solares Bauen“, „MODERNE ENERGIE & Wohnen“ sowie die „Energieseiten“ erscheinen, zudem der in 2007 mit sehr großen Erfolg eingeführte Titel „photovoltaik – das Magazin für Profis“. Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis AG, erklärt: „Mit der Einigung haben beide Seiten nun Planungssicherheit für ihre Weiterentwicklung. Für uns bedeutet die Neustrukturierung des Zeitschriftenbereichs einen deutlichen Schritt nach vorne. Wir sind nun das einzige Unternehmen, welches Zielgruppen- und themenscharfe Zeitschriften rund um die erneuerbare Energien anbietet.“
Beide Parteien haben im Rahmen ihrer Einigung eine weitere Zusammenarbeit in der SONNENENERGIE vereinbart. So wird das Fachbuch-Angebot der Solarpraxis auch weiterhin in der Fachzeitschrift zu finden sein. „In einigen Bereichen macht die weitere Zusammenarbeit viel Sinn“, so DGS-Vizepräsident Jörg Sutter. „Wir verfolgen trotz vielfach unterschiedlicher Auffassungen das gleiche langfristige Ziel und wollen eine möglichst schnelle breite Einführung der erneuerbaren Energien erreichen.“
Quelle: Solarpraxis AG, Pressemeldung, 4.10.2007
Conergy rechnet mit Solar-Boom in Italien
Die italienische Regierung hat im Februar weitere Verbesserungen an ihrem Gesetz zur Stromeinspeisung („conto energia“) vorgenommen, das sich am deutschen Erneuerbare-Energie-Gesetz orientiert, und damit einen Anstieg der Nachfrage ausgelöst. Das Gesetz garantiert feste Einspeisevergütungen für Strom, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Die Systembetreiber erhalten über einen Zeitraum von 20 Jahren bis zu 49 Cent pro Kilowattstunde für ihre auf umweltfreundliche Weise produzierte Solarenergie. Damit werden sich die Solarsysteme in Italien schon nach 8 bis 12 Jahren amortisieren, so dass ihre Betreiber über die gesamte Betriebsdauer hinweg mit attraktiven Erträgen rechnen können.Conergy erwartet, dass sich Italien zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte für Solartechnik in Europa entwickeln wird.
Ausweitung des nationalen Servicenetzes schafft Kundennähe und Arbeitsplätze
Conergy Italia wird außerdem seine Mitarbeiterzahl in den kommenden Jahren auf über 200 aufstocken, um so seine Zentrale in Vicenza ebenso wie die Abdeckung seines Vertriebsnetzes zu erweitern und mehr Kundennähe zu erreichen. Die Conergy Group wird bei der Europäischen Solarenergiekonferenz „PV Sec“, die vom 3. bis zum 7. September in Mailand stattfindet, ihre neuesten Produkte, Projekte und Dienstleistungen präsentieren.
Conergy erwartet eine Verzehnfachung der Solarenergienachfrage im Mittelmeerraum
Conergy geht davon aus, dass sich die Nachfrage nach Solarenergiesystemen im westeuropäischen Mittelmeerraum in den nächsten Jahren mehr als verzehnfachen wird. So prognostiziert beispielsweise eine Studie der EPIA (European Photovoltaic Industry Association) eine Zunahme der neu installierten Solarstromkapazität in Italien von ungefähr 35 Megawatt in 2007 auf 400 Megawatt in 2010. Ständig steigende Öl- und Gaspreise stehen dabei einem enormen Kosteneinsparungspotenzial bei den Komponenten von Solarsystemen gegenüber, das durch deren zunehmende Massenproduktion weiter begünstigt wird.
Momentan schaffen attraktive Förderprogramme in ca. 50 Ländern die erforderliche Nachfrage für eine solche Entwicklung und ebnen so den Weg für Solarsysteme, die im kommenden Jahrzehnt zu wettbewerbsfähigen Preisen Strom ins öffentliche Netz einspeisen können werden. Ein weiterer Vorteil besteht in der Tatsache, dass Solarsysteme zu Spitzenlastzeiten Strom liefern können. Denn wenn die Sonne scheint, erhöht sich der Strombedarf, weshalb der Strom in diesen Zeiträumen knapper und somit teurer ist. Diese Entwicklung kann nun, wie dies in Deutschland bereits geschehen ist, auch in Italien weit über 100 000 neue zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen.
Solarthermische Produkte in Italien: bis zu 55 Prozent der Systemkosten steuerlich absetzbar
Nicht nur Photovoltaiksysteme, sondern auch solarthermische Produkte werden in Italien umfassend gefördert. So hat die italienische Regierung 2007 ein neues Gesetz verabschiedet, das in dieser Hinsicht interessante Anreize für Privatpersonen, Eigenheimbesitzer und Unternehmen schafft. Wer solarthermische Systeme zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung einsetzt, senkt somit nicht nur erheblich seine Energiekosten, sondern kann auch bis zu 55 Prozent der Installations- und Anfangskosten über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich absetzen.
Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der zukünftige Systembetreiber von Anfang an das richtige Produkt einsetzt, da die Steuervergünstigungen nur für Systeme gewährt werden, die eine Fünf-Jahres-Garantie des Herstellers auf die Kollektoren und nach UNI 12975 zertifizierte Boiler sowie eine Zwei-Jahres-Garantie für die verwendeten elektrischen und elektronischen Bauteile umfassen. Außerdem muss das System vorschriftsgemäß installiert werden. – Die solarthermischen Systeme von Conergy erfüllen alle diese Voraussetzungen und noch mehr. Mit ihrem weltweiten Netzwerk aus erfahrenen Installationspartnern stellt Conergy auch in Italien einen sachkundigen Einbau der Systeme durch Fachleute sicher. – So zahlen italienische Kunden nicht nur weniger Steuern, sondern können auch sichergehen, dass ihre langfristigen Heizkosten sinken werden.
Quelle: Pressemeldung, Conergy, 4.9.2007
Auch auf der diesjährigen Augsburger Messe RENEXPO® vom 27. bis 30. September steht die Solarenergie besonders im Fokus. Der „4. Bundeskongress für Photovoltaikanlagen“ und der „2. Bundeskongress für Solare Wärme und Kälte“ werden erstmals gebündelt in der Fuggerstadt stattfinden. Begleitet werden die beiden Fachtagungen von einem eigenen Messeschwerpunkt rund um die Photovoltaik, der PV-EXPO®.
„Angesichts boomender Märkte wollen wir mit unserem neuen Schwerpunkt der Solarenergie Fachbesuchern wie Ingenieuren, Herstellern, Händlern, Kommunen, Energieversorgern und Versicherern hochkarätiges gebündeltes Praxiswissen anbieten“, betont Pressesprecherin Miriam Hegner von der REECO GmbH. So stehen neueste Trends bei Marktentwicklung, Produktion, Planung, Finanzierung, Wartung und Versicherung von Photovoltaikanlagen im Mittelpunkt des „4. Bundeskongress für Photovoltaikanlagen“.
Namhafte Referenten wie Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, und Karin Freier vom Bundesumweltministerium berichten über die Auswirkungen der laufenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf die Photovoltaik und die Rolle der Photovoltaik bei der zukünftigen Energieversorgung. Darüber hinaus informiert der Kongress über Blitzschutz, Ertragsgutachten, Recht und Versicherung sowie neue Märkte und die Statikvorgaben der neuen DIN 1055. Der Kongress wendet sich auch gezielt an internationales Publikum und wird simultan auf englisch übersetzt. Ergänzend präsentieren auf der PV-EXPO® namhafte Hersteller und Dienstleister Neuheiten aus dem Bereich der Photovoltaik.
Um aktuelle Trends und Erfahrungen rund um die Wärme- und Kältegewinnung mit Hilfe der Sonnenenergie geht es beim „2. Bundeskongress Solare Wärme und Kälte – Große Solaranlagen“. Erstmals wird die Fachveranstaltung gemeinsam mit der Berliner Solarpraxis AG durchgeführt.
Augsburg hat sich seit 2000 zu einer europäischen Leitveranstaltung im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz etabliert. Rund 350 Aussteller aus über einem Dutzend Länder präsentieren vom 27. bis 30. September den Besuchern der RENEXPO® ihre Produkte und Entwicklungen.
Quelle: Presseinformation REECO,
Die Spiegel sind so exakt gebogen, dass über 99% der reflektierenden Sonnenstrahlung das Absorberrohr trifft. Reflexion und Biegepräzision sind wichtige Einflussgrößen hinsichtlich der Effizienz eines Solarkraftwerkes:
Bei einem 50-Megawatt Kraftwerk erwirtschaftet ein Prozent mehr Strahlung jährlich fünf Millionen Kilowattstunden mehr an Strom. FLABEG hat in Zusammenarbeit mit MAN im Rahmen des Raumfahrtprogramms „Arianne“ bereits in den 70ziger Jahren die heute führende Messtechnik entwickelt.
Quelle: FLABEG Pressetext, 17.08.2007
Frankreichs Energiemarkt steht vor einer Wende: Das Land, in dem der Physiker Alexandre Edmond Becquerel 1839 die Grundlagen für die Photovoltaiktechnik schuf, erlebt zurzeit einen regelrechten Boom. Die Chancen, dass diese sehr erfreuliche Marktentwicklung kein Strohfeuer bleiben wird, stehen sehr gut. Schon im Wahlkampf um die Präsidentschaft haben umweltpolitische Themen eine große Rolle gespielt. So befürworten 98 Prozent der französischen Bevölkerung die Förderung erneuerbaren Energien. 43 Prozent wünschen sich, dass die Solarenergie hierbei eine Schlüsselrolle zufallen solle. Rentabler Markt für Investoren
Das tut sie bereits. Seit 2005 sieht ein Gesetz vor, dass bis 2010 jährlich 50.000 Photovoltaikanlagen errichtet werden sollen. Das bedeutet eine jährliche Verdoppelung der Umsätze in der Photovoltaikbranche zwischen 2005 und 2010. Dieses ehrgeizige Ziel wird von einer weiteren politischen Entscheidung flankiert: Seit Inkrafttreten des Photovoltaik-Einspeisungsgesetzes im Juli 2006 kann ein Betreiber von Photovoltaikanlagen für eine Kilowattstunde Solarstrom 55 Cent verlangen, der höchste Wert in Europa. Frankreich ist somit für Investoren das rentabelste Land im Bereich integrierter Photovoltaik-Anlagen – vor Deutschland (49 Cent), Spanien (42,1 Cent) und Italien (45,5 bis 49 Cent).
Frankreich auf der INTERSOLAR
Auch dieses Jahr stellen sich 14 Aussteller auf einem Gemeinschaftsstand den Besuchern der Fachmesse INTERSOLAR in Freiburg vor, der vom französischen Verband der Solarenergie, Enerplan, organisiert wird. Die staatliche Energieagentur ADEME, die Vereinigung Qualit’Enr und die Invest in France Agency sind ebenso vertreten wie zwei Regionen mit Pilotfunktion (Elsass und Languedoc-Roussillon) sowie französische Unternehmen, die ihre Technologien und Neuheiten vorstellen werden.
Interessierte Messebesucher finden die französischen Akteure der diesjährigen INTERSOLAR in Freiburg vom 21. bis 23. Juni auf dem Stand mit der Nummer 7.2.83.
Quelle: Französischer Verband der Solarenergie, 04.06.2007
Anlässlich des informellen Treffens der EU-Umweltminister vom 1. bis 3. Juni in Essen forderte Ungeheuer mehr politische Unterstützung für die solarthermische Kraftwerkstechnologie: "Die Europäische Union sollte die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, dass Europa eines Tages auch mit Solarstrom aus solarthermischen Kraftwerken rund um das Mittelmeer versorgt wird. Europäische Unternehmen sind Technologieführer auf diesem Gebiet. Der Transport über entsprechende Leitungen ist technisch lösbar. Was wir im Sinne des Klimaschutzes brauchen, ist der feste politische Wille auf europäischer und nationaler Ebene."
In der Nähe von Granada in Andalusien / Spanien werden zur Zeit die ersten kommerziell betriebenen solarthermischen Kraftwerke in Europa gebaut. Auch dort werden Receiver von SCHOTT zum Einsatz kommen. Die zunächst zwei "AndaSol" Kraftwerke werden mit einer Leistung von jeweils 50 Megawatt (MW) den privaten Strombedarf von jeweils mehr als 50.000 Haushalten bzw. mehr als 150.000 Menschen decken. In Spanien sind 30 weitere Kraftwerksprojekte in Planung, ebenso in Nordafrika, im Südwesten der USA und anderen Sonnengürtelregionen.
Solarthermische Kraftwerke nutzen die Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme, die dann in Strom umgewandelt wird. Parabolrinnenkraftwerke wie "Nevada Solar One" bestehen aus einem riesigen Feld parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Absorberrohre (Receiver) bündeln, die sich in der Brennlinie befinden. In den speziell beschichteten Receivern wird die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt und an ein zirkulierendes extrem hitzebeständiges Spezialöl abgegeben. Dieses Öl erhitzt sich dadurch auf bis zu 400 Grad Celsius, wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt, durchfließt mehrere Wärmetauscher und erzeugt so - wie in konventionellen Kraftwerken - den nötigen Dampf für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung.
Parabolrinnenkraftwerke bieten mit ihrem hohen Wirkungsgrad und den niedrigsten Stromgestehungskosten unter den Solartechnologien das Potenzial, in Regionen um den Sonnengürtel der Erde schon mittelfristig Strom zu Kosten zu produzieren, die mit denen fossiler Kraftwerke vergleichbar sind.
"Nevada Solar One" ist das erste Parabolrinnenkraftwerk seit 15 Jahren. Seitdem produzieren neun solcher Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien Solarstrom mit einer Gesamtleistung von 354 MW. Bereits für die Receiver dieser Kraftwerke lieferte SCHOTT hochwertige Spezialglasröhren. 2004 entwickelte SCHOTT einen eigenen Hochleistungs-Receiver mit deutlich verbesserter Qualität und hat sich damit nun weltweit als Technologieführer etabliert. SCHOTT stellt die Receiver am Standort Mitterteich in Bayern her. Dort kann das Unternehmen das Know-how als einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialglasröhren nutzen. Eine zweite Fertigungsstätte für Receiver errichtet SCHOTT derzeit in der Nähe von Sevilla in Spanien.
Quelle: Pressemitteilung SCHOTTT Solar
Hans-Joachim Möller, Sprecher von RegioSolar: „Das europäische 2020-Ziel ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, der konsequent weitergegangen werden muss. Der massive Ausbau Erneuerbarer Energien ist für Versorgungssicherheit und den Schutz vor Kostensteigerungen bei Öl und Gas unabdingbar. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden.“
Eine Vielzahl von lokalen und regionalen Initiativen wirbt in ganz Deutschland vor Ort für die Energiewende und mehr Erneuerbare Energien. Im Zusammenschluss RegioSolar sind die Initiativen vernetzt und bündeln ihre Aktivitäten. „Mit der RegioSolar-Resolution wollen wir der Bundeskanzlerin aufzeigen, wie groß der Zuspruch in der Bevölkerung für Erneuerbare Energien ist“, hebt Möller hervor.
Die
Resolution „100% Erneuerbare Energien in Deutschland bis spätestens
2050“ enthält 29 konkrete Maßnahmen zur Erreichung des 100%-Ziels, die
nach Forderung von RegioSolar und allen Unterzeichnern in die aktuelle
politische Energiediskussion einfließen müssen. Der Beirat von
RegioSolar wird die Resolution im Vorfeld des nächsten Energiegipfels
an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.
Quelle: RegioSolar Pressetext, 30.05.2007
Die Initiatoren des Klimaschutz-Netzwerkes www.Klima-Allianz.com sind stolz ein neuartiges Kraftwerk präsentieren zu dürfen. Ohne Treibstoffeinsatz, also ohne die Verwendung von Gas oder Öl bietet diese Technologie Energie zum Nulltarif und leistet damit den perfekten Klimaschutz.Die Solarwärmepumpe liefert Strom, Wärme und Kälte ohne Brennstoffeinsatz, also Energie gratis. Mit einer Grundlastleistung von 5KW elektrisch, 10,2 KW thermisch (Wärme) und 7 KW thermisch (Klima) kann das kleinste Modell ein 2-Familienhaus mit Energie versorgen. Allein in diesem Grundlastbetrieb werden fast 44.000 kWh Strom und 87.600 kWh Wärme bereitgestellt. In Spitzenzeiten kann die Leistung für mehrere Stunden sogar um das dreifache erhöht werden. Die Kosten belaufen sich für solch eine Solarwärmepumpe auf 29.900,-- Euro (inkl. MWST). Zählt man die eingesparten, laufenden Energiekosten mit dem möglichen Ertrag bei Einspeisung des Überschusstroms ins allgemeine Netz zusammen, so amortisiert sich die Investition bereits nach wenigen Jahren. Dabei lebt die "Solarwärmepumpe nach Bammer" von der in der Natur vorkommenden geringen Temperaturunterschieden.
Das Prinzip ist ebenso einfach, wie wirkungsvoll: nach dem bereits 1815 entwickelten Stirlingprozess werden sehr geringe Temperaturdifferenzen zum Antrieb einer direktübersetzten Wärmepumpe verwendet. Die dabei entstehende potenzielle Kraft in (Form von Druckluft) kann nicht nur unendlich und verlustfrei gespeichert, sondern sogleich zur Stromerzeugung verwendet werden (wie ein Windkraftwerk).
Die Kompressionswärme kann zunächst zur Druckerhöhung und danach für Warmwasser und Heizung ausgekoppelt werden. Sie sorgt hierbei kostenfrei für den thermischen Gewinn. Wird nun die Druckluft in Strom umgewandelt oder wieder der Wärmepumpe zugeführt, so entspannt diese und das Abfallprodukt Kälte entsteht. Klima-Allianz.com ist ein Projekt des Allgemeinen Europäischen Verbundes für Umweltschutz e.V.. Zusammen mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen werden bahnbrechende Energietechnologien gefördert. Für mehr Klimaschutz, Arbeitsplätze und Gesundheit. Mit der Marktreife der Solarwärmepumpe ist nun der Durchbruch in ein neues Energiezeitalter gelungen. Über diese und weitere Technologien informiert Klima-Allianz.com fortlaufend.
Quelle: Klima-Allianz Presseinformation, 28.04.2007
Die Informationskampagne steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und ist die größte je da gewesene Solarkampagne. Unzählige Informationsveranstaltungen in allen Bundesländern zeigen, wie Verbraucher sich mit dem Einsatz von Solarenergie unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen machen und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Veranstalter rechnen mit einer regen Teilnahme.
Langfristig wird nach Einschätzung des Bundesverbands Solarwirtschaft rund ein Drittel des deutschen Wärmebedarfs und ein Viertel des Strombedarfs aus Solaranlagen gedeckt. Im Mix mit anderen Erneuerbaren Energien werde damit langfristig eine Vollversorgung mit heimisch verfügbaren Erneuerbaren Energien möglich.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die Nutzung von Erneuerbaren Energien schont das Klima und die Umwelt. Mein Ziel ist eine nachhaltige Energieversorgung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir unsere ehrgeizigen Ausbauziele erreichen und es auch weiterhin Investitionssicherheit für die Erneuerbaren Energien gibt."
Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft: "Mit der Woche der Sonne wird Klima- und Verbraucherschutz konkret. Die Vielzahl der Informationsangebote ermöglicht es allen Bürgern, sich vor Ort ausführlich über die Vorzüge der Solartechnik zu informieren und von den Erfahrungen anderer Solaranlagenbetreiber zu profitieren."
Die "Woche der Sonne" zielt darauf ab, die gewaltigen solartechnischen Potenziale kontinuierlich zu erschließen. Daher unterstützt die Kampagne Handwerker, Kommunen, Umweltgruppen und andere lokale Akteure bei Informationsveranstaltungen zur solaren Erzeugung von Strom und Wärme. Von Aachen bis Zwickau finden in über Tausend Städten und Gemeinden bundesweit Solaraktionen statt. Infostände, Ausstellungen, Solarfeste, Vorträge und Tage der offenen Tür bei Solaranlagenbetreibern und Handwerkern informieren über die Vorteile der Solarenergie für Klimaschutz und langfristige Versorgungssicherheit.
Die
"Woche der Sonne" wird vom Bundesverband Solarwirtschaft organisiert
und vom Bundesumweltministerium gefördert. Die drei Spitzenverbände des
Handwerks, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der
Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen
Handwerke (ZVEH) und der Zentralverband des Deutschen
Dachdeckerhandwerks (ZVDH) sind Partner der Aktionswoche.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft vom 27. April 2007
Glücklicherweise haben aber Ingenieure in Europa, Japan und USA eine Reihe von Erfindungen gemacht, mit denen Energie emissionsfrei aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse sowie Geothermie gewonnen werden kann. Mit Hilfe dieser Erfindungen werden in Deutschland schon 13 Prozent des Strombedarfs erzeugt und die Menge der installierten Anlagen steigt ständig. Die Massenproduktion senkt bereits die Kosten. In wenigen Jahren kann Strom aus solchen Anlagen billiger sein als Strom aus Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken. Dann werden auch die ärgsten Klimamuffel - auch die in Indien, China oder den USA - schon aus Preisgründen lieber Solaranlagen, Windanlagen, Biogaskleinkraftwerke und Stromspeicher einkaufen als Dieselgeneratoren oder Kohlekraftwerke.Es genügt deshalb, wenn wir BEI UNS im Land die neuen Techniken zur Marktreife bringen und durch weitere gesetzliche Verbesserungen und Anreize diesen Vorgang noch beschleunigen. Das ängstliche Schielen darauf, ob andere Staaten einen ähnlichen Beitrag wie wir zum Klimaschutz erbringen, ist unsinnig, fast sogar lächerlich: Wann hat jemals ein Land die Entwicklung neuer Produkte davon abhängig gemacht, ob die anderen Länder einen "angemessenen Anteil" beitragen?
Hat Henry Ford darauf gewartet, dass in Deutschland das Automobil in die Massenproduktion kam? Hat Microsoft erst dann mit der Verbreitung von Windows Ernst gemacht, nachdem europäische Firmen versichert haben, sie würden auch einen angemessenen Anteil an Computerprogrammen erstellen? Völlig absurd, solche Ideen! Soll vielleicht die deutsche Firma Enercon - Weltmeister beim Bau von Windanlagen - zögern, weil viele andere Länder keinen Anteil an der Windradproduktion aufweisen können? Merkwürdig, dass viele Menschen noch immer nicht die wirtschaftlichen Chancen begriffen haben, die - auch im Klimaschutz - demjenigen winken, der mit seinen Produkten früher die Marktreife erreicht und den Weltmarkt erobert.
Die Gegner der Energiewende stehen nicht nur in Indien, in China oder im Weißen Haus, sie stehen auch mitten unter uns. Dabei tut ihre Motivation leider nichts zur Sache. Im Hinblick auf das Endergebnis ist es nämlich gleichgültig, ob jemand die Erneuerbaren Energien als Konkurrenz ansieht und sie deshalb verhindert, oder ob er durch Vorurteile und Zweifel zum Bremser wird. Die Gegner fordern Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke, angeblich um Zeit für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu gewinnen, und sie erschweren im selben Bundesland die Genehmigungsvoraussetzungen für den Neubau von Kleinwasserkraftwerken und Windanlagen auf das Unerträglichste. Die Gegner/Bremser jammern, wenn bei der Solarenergie Gewinne gemacht werden - so als gäbe es in anderen Zweigen der Energiewirtschaft nicht erheblich höhere Gewinne. Sie halten sich für Wirtschaftsexperten und haben noch nicht einmal begriffen, dass Unternehmer sich nur dann einer neuen Technik zuwenden, wenn sie mit ihr höhere Gewinne erzielen können als mit der bisherigen Technik. Sie beklagen, dass die Gewinne bei der Produktion von Solaranlagen auf Kosten der Verbraucher gemacht werden - so als würden Gewinne in anderen Zweigen der Energiewirtschaft von einer guten Fee überreicht. Sie schreiben in einer hochbezahlten Studie für das Umweltministerium den Satz "Eine Fortsetzung dieser Wachstumsentwicklung (der Photovoltaik) über einen längeren Zeitraum ist in Deutschland nicht vorstellbar".
siehe:
BMU veröffentlicht lähmende Prognosen zu Zuwachsratenbei Sonnen- und Windenergie im Binnenland
Sie offenbaren damit einen erschreckenden Mangel an Phantasie oder schlimmer noch einen erschreckenden Mangel an wirtschaftlichem Hintergrundwissen. So hat z.B. das rasante Wachstum des Handy-Markts erst dann aufgehört, als jeder überhaupt in Frage kommende Bürger mindestens ein Handy hatte, und von einer solchen Sättigung ist der Photovoltaik-Markt noch meilenweit entfernt! Wahrscheinlich können sich die gleichen Leute auch nicht vorstellen, dass der Meeresspiegel steigt, wenn alle Gletscher abschmelzen.
Vielleicht hilft ihnen ein Blick auf die Landkarte: http://www.sfv.de/artikel/2007/meeressp.htm
Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.
Getrübt wir die Stimmung allenfalls von den jüngsten Vorstößen der Energiekonzerne und des Wirtschaftsrats der CDU/CSU das EEG abzuschaffen. Damit ist aber derzeit nicht zu rechnen. Stattdessen gibt es jetzt endlich auch im Bereich der Solarwärme Gutes zu berichten. Der Vorschlag der grünen Bundestagsfraktion, ein ordnungsrechtliches Wärmegesetz einzuführen, wurde diesen Mittwoch zwar im Umweltausschuss noch abgelehnt aber nur einen Tag später von Bundesumweltminister Gabriel wörtlich aufgegriffen und als Regierungspolitik verkündet. So schnell kann es manchmal gehen in der Politik, wenn sich die Vernunft durchsetzt. Lieber Herr Minister Gabriel, genug geredet, jetzt ist Zeit zu handeln!
Wir müssen so schnell wie möglich ins Solarzeitalter. Wer dies unterstützen will, sollte die Resolution "100% Erneuerbare Energien in Deutschland bis spätestens 2050" unterstützen. Bis Ende Mai kann die Resolution noch unterschrieben werden, bevor sie der Bundeskanzlerin überreicht wird. (Siehe Link anbei)
Wer noch keine Solaranlage hat, sollte sich eine anschaffen. Wer kein eigenes Dach hat, kann auf anderen Dächern investieren.
Und für all diejenigen, die es noch nicht bereits getan haben, ist es höchste Zeit ihren Strom von einem Ökostromunternehmen zu beziehen, anstatt weiter Kohle und Atomstrom einzukaufen.
Hans-Josef Fell, MdB
Sprecher für Energie- und Technologiepolitik
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Selbst relativ kleine Schwankungen in der Strahlungsintensität der Sonne beeinflussen das Klima auf der Erde. Wer mehr über die Zusammenhänge über Sonne und unseren Weltklima wissen will, bekommt die richtigen Antworten von den Experten des Sonnenobservatoriums auf der Kanzelhöhe.
In der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr ist es am 5. Mai möglich, sich vor Ort über Wissenswertes zum Thema Sonne als Lebensquelle sowie deren klimatische Auswirkungen zu informieren. Die Benützung der Mautstraße Kanzelhöhe ist in dieser Zeit kostenlos möglich.

Das Sonnenobservatorium auf der Kanzelhöhe (Österreich)
Foto: Presseaussendung Klimabündnis Kärnten
Das Observatorium Kanzelhöhe ist die einzige Beobachtungsstelle dieser Art in Österreich und dem Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz angegliedert und fachlich dem Institutsbereich Geophysik, Astrophysik und Meteorologie zugeordnet. Aufgaben sind die systematische Beobachtung der Sonne und der Erdatmosphäre, sowie die Entwicklung von Instrumenten. Die Anlage befindet sich auf der Gerlitzen, auf dem Gebiet der Klimabündnisgemeinde Treffen in der Nähe der Stadt Villach und besteht aus dem Hauptgebäude und drei Beobachtungstürmen. Im Hauptgebäude sind alle zusätzlichen Einrichtungen untergebracht.
Am Gipfel der Gerlitzen befinden sich zwei weitere Türme, einer davon wird von der Astronomischen Vereinigung Kärntens zur Sternbeobachtung genützt. Auf Grund der großen Entfernungen zu anderen Forschungseinrichtungen und Universitäten hat das Observatorium eine autarke Infrastruktur. In einer gut ausgestatteten Werkstätte können alle notwendigen mechanischen, elektrischen und elektronischen Arbeiten ausgeführt werden.
Es sind sogar Maschinen zum Schleifen von Linsen vorhanden. In der Tat sind beinahe alle Spezialinstrumente "homemade". Die Beobachtungen und Messwerte werden heute vorwiegend digital aufgezeichnet und stehen großteils unmittelbar danach allen Forschern über Internet zur Verfügung. In einer umfangreichen Bibliothek werden mehr als 1000 Bücher und Journale aufbewahrt. Nicht zu vergessen ist das Archiv, welches alle Beobachtungs- und Forschungsergebnisse seit Beginn des Betriebes vor über 60 Jahren beinhaltet. Die günstigen Wetterbedingungen, speziell im Herbst und im Winter - besonders für längere Beobachtungen - bieten Vorteile, welche die Kanzelhöhe zur idealen Ergänzung der wenigen, großen Sonnenteleskope der Welt machen. Gemeinsam mit den Astronomen und Geophysikern aus Graz wurde eine breitgefächerte, internationale Zusammenarbeit mit Sonnenphysikern aus aller Welt aufgebaut. Finanzielle Unterstützung erhält das Observatorium Kanzelhöhe auch von der Akademie der Wissenschaften und dem Land Kärnten.
Quelle: Pressetext Klimabündnis Kärnten, 22.04.2007
Energiewende.com verleiht den drei genannten Physikbüchern den Titel "Mist der Woche".
Falschmeldung 1: "Bei der Nutzung von Sonnen und Windenergie spart man Brennstoff, jedoch keine Kraftwerke"
Dorn-Bader, Physik in einem Band, Seite 607 // Schroedel Verlag. Auflage aus dem Jahr 2000. Nachdruck aus dem Jahr 2005
Richtigstellung durch den SFV: Niemand will nur mit Sonnen- und Windenergie alleine die Stromversorgung durchführen. Benötigt wird ein Mix aller Erneuerbaren Energien einschließlich Geothermie, Biomasse und Wasserkraft, sowie ein System dezentraler Stromspeicher.
Falschmeldung 2: "Man hat probeweise ´Null-Energie-Häuser' gebaut, die ganz ohne Brennstoff auskommen. Doch ist bei ihnen der Materialaufwand so groß, dass es über 20 Jahre dauert, bis die zur Herstellung im Übermaß verbrauchte Energie durch die Energieeinsparung im laufenden Betrieb wieder 'zurückgezahlt' ist."
Dorn-Bader, Physik Sek II, Seite 176 // Schroedel Hannover 2000. Nachdruck aus dem Jahr 2005
Richtigstellung durch den SFV: Häuser haben Lebensdauern in der Größenordnung von 100 Jahren. Ohne die Wärmedämmung würde das o.g. Haus während seiner Lebendsdauer etwa fünfmal so viel Energie benötigen wie mit Wärmedämmung.
Wie kommt es dann zu der herabsetzenden Wertung, dass bei der Herstellung Energie im 'Übermaß' verbraucht worden sei?
Im übrigen fehlen Belege dafür, dass der energetische Mehraufwand überhaupt so hoch ist, wie oben behauptet.
Falschmeldung 3: "... Der Wirkungsgrad eta = entnommene elektrische Energie/auftreffende Sonnenenergie wurde im Labor auf ca 30% getrieben und liegt bei käuflichen Anordnungen unter 15%. 1 qm Zellfläche könnte in unseren Breiten während einer Lebenszeit von 25 Jahren 2500 kWh liefern (kostenlos, wenn man von der wegen starker Schwankungen der Sonnenstrahlung nötigen Energiespeicherung absieht). Man hofft, bei Großfertigung die zum Herstellen von 1 qm nötige Primärenergie auf etwa 600 kWh senken zu können (heute 3000 kWh). Der sogenannte Erntefaktor dieser äußerst umweltfreundlichen Energiegewinnung läge dann bei Epsilon=2500/600=4 (Wie bei Dampf- und Kernkraftwerken. Bei Windenergieanlagen liegt Epsilon ungefähr 8 Bei Wasserkraftanlagen ungefähr bei 15) In Deutschland stehen über 100 Quadratkilometer Dachflächen bereit zur Installation von Solarbatterien. Sie würden pro Jahr ungefähr 10 hoch 10 kWh elektrische Energie liefern (Alle Haushalte in Deutschland nutzen 12 mal 10 hoch 10 kWh elektrische Energie.)..."
Dorn-Bader, Physik 12/13, Seite 301 // Schroedel Hannover 2000. Nachdruck aus dem Jahr 2005
Richtigstellung durch den SFV: Der Wirkungsgrad käuflicher Solarmodule liegt je nach Fabrikat auch deutlich über 15 % z.B. bei 17 %.
Die Behauptung, wegen der stark schwankenden Sonnenstrahlung brauchten Solarstromanlagen einen Speicher, trifft nur bei "Inselbetrieb" zu. Derzeit gibt es in Deutschland etwa eine halbe Million von Solarstromanlagen, die ohne Energiespeicher den Strom ins Netz einspeisen. Dort herrscht um die Mittagszeit ein erhöhter Strombedarf, der sich gerade an sonnigen Tagen noch erhöht wegen der zunehmenden Zahl an elektrisch betriebenen Klimaanlagen.
Die Behauptung, der Primärenergieaufwand zur Herstellung von 1 qm Zellenfläche läge heute bei 3000 kWh, ist längst überholt.
Solaranlagen bezüglich ihres Erntefaktors mit 'Dampf- und Kernkraftwerken' - gemeint sind wohl Kohle- und Kernkraftwerke - zu vergleichen, ist aus energietechnischer Sicht unsinnig, weil der Energieinput während des laufenden Betriebs, d.h. die Versorgung mit Brennstoff ein wichtiger Kostenfaktor ist und trotzdem vergessen wurde.
Für jede Kilowattstunde, die in einem Kohlekraftwerk erzeugt wird, muss die zwei bis dreifache Energiemenge als Primärenergie zugeführt werden. Kohle und Kernkraftwerke können also die "verbrauchte" Energie niemals wieder reinholen, "zurückzahlen" oder "amortisieren".
Der Vergleich ist auch aus physikalischer Sicht völlig unsinnig, weil beim Kohle und Kernkraftwerk die Entropie auf der Erde entsteht, während sie beim Solarkraftwerk auf der Sonne entstanden ist. Der Vergleich ist schließlich auch aus ökologischer Sicht unsinnig, weil Kohle erschöpflich ist, Solarenergie nach menschlichen Maßstäben jedoch unerschöpflich.
Die Abschätzung, in Deutschland stünden über 100 Quadratkilometer Dächer bereit zur Aufnahme von Solarbatterien - gemeint sind wohl Solarstromanlagen - ist um mehr als eine Zehnerpotenz zu gering. Außerdem fehlt die Erwähnung von Solaranlagen an Hausfassaden und Lärmschutzwänden, die ebenfalls zur Aufnahme von Solarzellen bereit sind (dazu gibt es gutes Bildmaterial).
Quelle: SFV Newsletter, 7.4.2007
Das Fraunhofer ISE hat wesentlich mit dazu beigetragen, die Schlüsselkomponenten Absorberrohr, Sekundärspiegel, Primärspiegelfeld und dessen Regelung zur Einsatzreife zu bringen. Gleichzeitig errechneten die Freiburger Forscher auf der Basis theoretischer Untersuchungen und unter bestimmten Bedingungen in sonnenreichen Ländern Stromgestehungskosten von nicht mehr als 0,12 €/kWh.
Der technische Nachweis unter realen Betriebsbedingungen ist das nächste Ziel. Hierfür entsteht derzeit auf der Plataforma Solar de
Almería in Südspanien ein 100 m langer Kollektorstrang als Versuchs- und Demonstrationsanlage. Das Fraunhofer ISE und das Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR vermessen diesen hinsichtlich seiner optischen und thermischen Eigenschaften. Die Industriepartner MAN Ferrostaal Power Industry GmbH und Solar Power Group GmbH streben die Kommerzialisierung dieser Technologie an.
Neben der Markteinführung von Fresnel-Kollektorsystemen haben sich die Partner in Almería auch die Entwicklung neuer Kraftwerkskonzepte für den kleinen und mittleren Leistungsbereich, mit geringerem Investitionsrisiko sowie mit Kraft-Wärme-(Kälte-) Kopplung zum Ziel gesetzt. Dadurch können neue Märkte für Hersteller konzentrierender Kollektoren sowie von Wärmekraftmaschinen, vor allem in Südeuropa, Nordafrika und Nahost erschlossen werden.
Der Aufbau des Kraftwerks in Almería wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.
Quelle: Presseinformation, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, 04.04.2007
Bei der WOCHE DER SONNE gibt es in den Städten und Gemeinden Tage der offenen Tür, Infostände, Vorträge, Feste und Ausstellungen zur Nutzung der Sonnenenergie für Wärme- und Stromerzeugung. Jeder, der sich beteiligen will, kann sich auf der Internetseite anmelden und erhält kostenlos Informationsmaterial zur Verfügung gestellt: Aktionszeitungen, Posterausstellungen zu Solarwärme und Solarstrom und Ankündigungsplakate. Die Veranstaltungen der WOCHE DER SONNE präsentieren sich damit deutschlandweit in einheitlichem Gewand.
Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft: "Wir sind begeistert vom großen Interesse an der WOCHE DER SONNE. Hunderte Aktionen sind für eine Teilnahme registriert, täglich erhalten wir neue Anmeldungen. Immer mehr Bürger setzen bei der Energieversorgung ihres Eigenheims auf Solarenergie und wollen durch eine Teilnahme an der Aktionswoche Menschen in ihrer Gemeinde zur Nachahmung inspirieren."
Solarenergie erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit und wird zunehmend zum Wirtschaftsfaktor. In Deutschland sind in der Solarbranche bereits 55.000 Menschen beschäftigt. Über eine Million Solaranlagen sind in der Bundesrepublik installiert. Experten gehen davon aus, dass Solarenergie bis zum Ende des Jahrhunderts weltweit die wichtigste Primärenergiequelle sein wird.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) vom 22.03.2007
Akteure aus der Branche sind eingeladen, das Portal zu nutzen - als Leser, mit Fachbeiträgen und Veranstaltungshinweisen sowie als Diskussionsteilnehmer. Interessierte können ihren Beitrag in dem neuen Portal veröffentlichen, indem sie ihre Presseinformationen (in deutsch und/oder englisch) einstellen. Das Forum nutzt die Plattform XING und erfordert eine kostenlose Registrierung.
Quelle: Daniel Köpf, SolarFreax
Die Union möchte die Diskussion über die Förderung von Wärme aus Erneuerbaren Energien weiterführen, so Dr. Michael Meister stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag auf dem gestrigen Neujahrsempfang der Erneuerbaren-Energien-Branche in Berlin. Ulrich Kelber, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, stellte das Wärmegesetz sogar noch für die erste Jahreshälfte 2007 in Aussicht. Die Branche benötige hier schnellstmöglich Planungs- und Investitionssicherheit. Auch die FDP-Bundestagsfraktion setzt nach den Worten ihres umweltpolitischen Sprechers Michael Kauch einen Schwerpunkt auf die zügige Verabschiedung eines Wärmegesetzes.
Professor Klaus Töpfer, Hauptredner des gestrigen Abends, erinnerte an den Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicolas Stern. "Nicht handeln ist das Teuerste, was wir uns leisten können, so Töpfer. Mit Blick auf den Klimawandel und die Abhängigkeit von Energieimporten forderte er deshalb vor rund 700 Gästen die Vertreter von Politik und Wirtschaft auf, alle Kraft in den weiteren zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stecken.
Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie: "Die Bundeskanzlerin hat am Wochenende Alternativen zur Atomkraft gefordert. Wir haben sie." Ein Grund für dieses Selbstbewusstsein liegt in der Bilanz des vergangenen Jahres. Für die Erneuerbaren Energien war 2006 ein neues Rekordjahr mit dem bisher größten Wachstum in der Geschichte der Branche. So stieg ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch von 10,5 Prozent Ende 2005 auf jetzt 11,6 Prozent. Der Anteil am deutschen Kraftstoffverbrauch beträgt nunmehr 5,4 Prozent (2005: 3,6), der Anteil am deutschen Wärmeverbrauch 6,2 Prozent (2005: 5,9). "Die Branche hat schon heute die bisherigen Wachstumsziele für 2010 erreicht. Wenn wir Erneuerbare Energien weiterhin so entschlossen ausbauen, werden wir den Atomausstieg mehr als kompensieren. Außerdem erhöhen wir die Versorgungssicherheit und ermöglichen ambitionierte Klimaschutzziele", fasst Johannes Lackmann die energiepolitische Bedeutung der Erneuerbaren Energien zusammen.Presseinformation des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. vom 17. Januar 2007
Größere Fläche in München für gewachsenen Bedarf der Aussteller
Steigende Ausstellerzahlen, verbunden mit größerer Flächennachfrage pro Aussteller sind Gründe für den Umzug der Intersolar im Jahr 2008 nach München „In München werden wir mit geplanten 40.000 Quadratmetern den Wünschen nach größeren Standflächen entsprechen“, sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. „Außerdem möchten wir den Anteil internationaler Aussteller und Fachbesucher am neuen Intersolar-Standort auf rund 40 Prozent erhöhen. Derzeit beträgt dieser Anteil rund 30 Prozent“, erklärt Elsässer weiter.
Norbert H. Bargmann, Geschäftsführer der Messe München GmbH, sagt: „Die Intersolar ergänzt unser Messeprogramm hervorragend. Sie entspricht unserer Strategie, Hochtechnologie nach Bayern zu bringen. Wir freuen uns über die Entscheidung, die Intersolar ab 2008 jährlich in München durchzuführen und werden sie mit unserem weltweiten Vertriebsnetz zur Weltmesse ausbauen. Diese ehrgeizigen Pläne werden wir mit unseren kompetenten Partnern, der Solar Promotion GmbH und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sicher verwirklichen.“
Dr. Bernd Dallmann und Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, betonen: „Natürlich bedauern wir den Weggang der Intersolar aus Freiburg, werden aber in diesem Jahr noch einmal ein bewährter Gastgeber sein. Außerdem gewährleisten München und Freiburg Kontinuität und Kooperation im Solarbereich, da die Messe München GmbH zukünftig in Freiburg jährlich einen internationalen Solarkongress durchführen wird.“
Intersolar bietet hochkarätiges Rahmen- und Kongressprogramm mit estec2007 und 3. PV Industry Forum
Zum Auftakt der Intersolar findet vom 19. bis 20. Juni die wichtigste europäische Solarthermie-Industriekonferenz estec2007 statt. Auf dieser diskutieren über 400 Teilnehmer aus aller Welt über die Märkte für solare Wärme. Ein hochkarätiges Kongressprogramm erwartet die Fachbesucher auch auf dem 3. PV Industry Forum: Dieses spricht gezielt die Akteure der internationalen Photovoltaik-Industrie an und vermittelt aktuelle Trends aus der Solartechnik.
Träger der Fachmesse Intersolar sind die führenden nationalen und internationalen Fachverbände der Solarbranche: der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS), die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) und die International Solar Energy Society (ISES).
Veranstalter der Intersolar:
Die Intersolar wird gemeinsam von der Solar Promotion GmbH, Pforzheim und der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG veranstaltet.
Quelle: Solar Promotion GmbH Preseinformation 15.1.2007
Nachfrage nach solarer Kühlung steigt weltweit
Solare Kühlsysteme wandeln Sonnenwärme direkt in kaltes Wasser zur Einspeisung in Klimaanlagen um, ohne erst Solarstrom zu erzeugen, was mit einer geringeren Effizienz verbunden wäre. Effiziente solarthermische Systeme reduzieren die Stromkosten für die Gebäudeklimatisierung um mindestens 40 bis 70 Prozent. Zusätzlich kann die Solarwärme ganzjährig zur Warmwasserbereitung und an Wintertagen zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Das Thema Kühlung gewinnt nicht zuletzt wegen der globalen Erwärmung weltweit an Bedeutung. Auch steigende Komfortansprüche lassen den Bedarf für Klimatisierung weltweit stetig wachsen. Eine Studie bezifferte den europäischen Klimatisierungsmarkt auf 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2005, wovon allein auf Spanien und Italien 49 % entfallen. Conergy verfügt als Marktführer für Solarsysteme in Spanien bereits über eine hohe Vertriebsdichte auf der Iberischen Halbinsel und kann somit auch zukünftige SAC-Projekte kundennah betreuen.
Das Projekt wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen des Solardachprogramms zur Auslandsmarkterschließung koordiniert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.
Die Conergy AG, die hiermit ein weiteres solares Kühlungsprojekts
realisiert, wird ein SAC-Containermodell vom 06. bis 10. März 2007 auf
der Frankfurter Messe ISH (Stand B65, Halle 5.0) dem Fachpublikum
vorstellen.
Quelle: Conergy AG Pressetext 15.1.2007
Mit der gestern erteilten Finanzierungszusage wird auch der Generalunternehmer beauftragt, das solarthermische Großkraftwerk zu errichten. Zugleich erhält die Solar Millennium AG eine Vergütung für die erfolgreiche Projektentwicklung. Die Flagsol GmbH, Technologietochter der Solar Millennium AG, übernimmt bei Andasol 2 im Auftrag des Generalunternehmers die Planung, Auslegung und Bauüberwachung des Solarfeldes, für das Solarkollektoren mit einer Fläche von über 510.000 Quadratmetern errichtet werden, was einer Größe von rund 70 Fußballfeldern entspricht.
Anders als die Photovoltaik, die elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen direkt aus Sonnenlicht gewinnt, erzeugen solarthermische Kraftwerke Strom aus der Wärmeenergie der aufgefangenen Sonnenstrahlung. Zusätzlich wird Andasol 2 über Wärmespeicher verfügen, die auch nach Sonnenuntergang eine planbare Bereitstellung von Strom ins spanische Hochspannungsnetz ermöglichen, so dass die Netzstabilität durch die Einspeisung von Solarstrom erhöht wird.
Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG äußerte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsverhandlungen: „Wir sind froh, in diesem Kalenderjahr bereits die zweite Finanzierungszusage von Banken für die Realisierung eines 300 Millionen-Euro-Projektes zu erhalten. Das große Vertrauen der Behörden, Investoren und Banken in die Technologie solarthermischer Kraftwerke ermutigt uns, unsere Geschäftstätigkeit zielstrebig weiter auszubauen.“
Am selben Standort in Andalusien plant die Solar Millennium AG den Bau von mindestens einem weiteren Kraftwerk. Das dritte Projekt soll zusammen mit der NEO Energía, einem Tochterunternehmen der Energias de Portugal S.A. (EDP), realisiert werden. Weitere Projekte sind an anderen Standorten in Spanien in Vorbereitung. Diese sollen ebenfalls in Kooperation mit spanischen Großunternehmen errichtet werden.
Über die Solar Millennium AG:
Die Solar Millennium AG ist ein global tätiges Projektentwicklungs- und Technologieunternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Zusammen mit Tochtergesellschaften und Partnern projektiert und realisiert die Solar Millennium AG solarthermische Kraftwerke. Bei diesen solaren Großkraftwerken hat sie sich auf zwei Technologien spezialisiert: Sie ist Technologiegeber für Parabolrinnen-Kraftwerke, eine erprobte und zuverlässige Technologie, in der das Unternehmen weltweit eine Spitzenposition einnimmt. Außerdem entwickelt das Unternehmen Aufwind-Kraftwerke mit dem Ziel, auch deren Marktreife zu erreichen. Schwerpunkte aktueller Projekte sind Spanien, die USA und China.
Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der Wärmeenergie der aufgefangenen Sonnenstrahlung Strom. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen.
Quelle: Pressetext Solar Millennium AG
Der Amtskollege von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel besiegelte im
Beisein von Ministerberater Marat Igaliyev, dem kasachischen Botschafter
Kairat Sarybay und beteiligten Unternehmen aus Kasachstan und Freiburg
einen offiziellen Letter of Intent. Auf Initiative von Robert Schmidt,
dem Geschäftsführer der gbs global brands steering gmbh, und einem
ersten Besuch im August entschied das kasachische Umweltministerium
jetzt ein vergleichbares Projekt wie das 2003 in Freiburg eröffnete
Solar Info Center zu verwirklichen.
„Unter einem Dach bieten hier Firmen Technologieentwicklung, Planungsleistungen, Beratung und Ausbildung zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz an“, sagt Rolf Buschmann, der Geschäftsführer der Solar Info Center GmbH. Unter ihrer Federführung wird eine Reihe von Freiburger Institutionen an dem Projekt in Kasachstan mitwirken. Das Know-how aus Südbaden kommt nicht nur dem Bau und Betrieb zugute, sondern auch dem begleitenden Ausbildungsprogramm - und wird mit diesem Brückenschlag in eine dauerhafte Kooperation eingebunden.
Auch an anderen Orten der Welt interessiert man sich für das Konzept aus Freiburg. In Indonesien entsteht derzeit ein Technologiepark mit einem Solar Info Center, in Singapur soll das Solar Info Center Singapore als Mittelpunkt für ein neu entstehendes „Asian Renewable Energy Network“ (AREN) dienen. Erst in der vergangenen Woche war eine Gruppe aus Brasilien zu Besuch, die ebenfalls ein solches Zentrum realisieren will.
Text/Fotos: Dr. Klaus Heidler Solar Consulting
Damit ist klar, dass auch 2007 ein Förderstopp für die erneuerbaren Energien im Marktanreizprogramm zu erwarten ist.
Ebenso zu erwarten sind jetzt weitere Kürzungen der Förderhöhen für Solaranlagen und Holzpellets. Dies ist die logische Konsequenz aus der Tatenlosigkeit der Bundesregierung beim Wärmegesetz für erneuerbare Energien, das auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
Wie ein Markt für erneuerbare Energien geschaffen werden kann, hatte das Parlament mit rot-grüner Mehrheit vorgemacht, als es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet hatte. Man stelle sich vor, Rot-Grün hätte damals auf das EEG verzichtet und stattdessen die Fördermittel um ein paar Millionen Euro erhöht. Deutschland wäre ein Entwicklungsland für erneuerbare Energien. Die zusätzlichen Mittel für das Marktanreizprogramm machen weniger als 10 Prozent der Mittel aus, die die Bundesregierung 2007 über die Besteuerung von erneuerbaren Energien im Kraftstoffsektor zusätzlich einnimmt. Somit bestätigt sich: Die große Koalition betrachtet erneuerbare Energien vor allem als zusätzliche Steuereinnahmequelle und behindert damit deren weiteren Ausbau.
Die jetzt beschlossene Mittelaufstockung entspricht im Übrigen weniger als einem Prozent der Mittel, die eine vollständige Versteigerung von CO2-Zertifikaten erbringen würde beziehungsweise weniger als 10 Prozent der Mittel im Falle der nach EU-Recht möglichen zehnprozentigen Versteigerung.
Hans-Josef Fell, MdB
Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Die Mittel für das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien werden hingegen für 2007 im Vergleich zu 2006 um 34 Millionen Euro aufgestockt. Fell: "Dieser kleine Erfolg ist aber vor allem ein Trostpflaster für die Erneuerbaren Energien, die gerade erst von der Bundesregierung erfahren mussten, dass das noch vor kurzer Zeit von Bundesumweltminister Gabriel angekündigte Wärmegesetz für Erneuerbare Energien auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Ohne das Wärmegesetz ist diese Mittelerhöhung sprichwörtlich ein Tropfen auf den heißen Stein. Solarkollektoren, Pelletheizungen und Geothermieanlagen werden damit auch weiter von einem Fördertopf abhängig sein, der immer dann schnell leer wird, wenn die Nachfrage anzieht. De facto wird mit diesem Förderansatz der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich auf eine maximale Höhe gedeckelt, statt einen großen Ausbau zuzulassen.
Vorbild EEG
Wie ein Markt für Erneuerbare Energien geschaffen werden kann, hatte das Parlament mit rot-grüner Mehrheit vorgemacht, als es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet hatte. "Man stelle sich vor, rot-grün hätte damals auf das EEG verzichtet und stattdessen die Fördermittel um ein paar Millionen Euro erhöht. Deutschland wäre ein Entwicklungsland für Erneuerbare Energien.", so Fell.
Finanziert wird die Aufstockung letztlich über die Besteuerung der Biokraftstoffe. Die zusätzlichen Mittel für das Marktanreizprogramm machen aber weniger als 10 Prozent der Mittel aus, die die Bundesregierung 2007 über die Besteuerung von Erneuerbaren Energien im Kraftstoffsektor zusätzlich einnimmt. Die jetzt beschlossene Mittelaufstockung entspricht im Übrigen weniger als einem Prozent der Mittel, die eine vollständige Versteigerung von CO2-Zertifikaten erbringen würde bzw. weniger 10 Prozent der Mittel im Falle der nach EU-Recht möglichen zehnprozentigen Versteigerung.
Quelle: Hans-Josef Fell, MdB
Foto: Hans Josef Fell



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